Polyphenole: Kleine Pflanzenstoffe, große Wirkung
Wer sich mit gesunder Ernährung oder guten Speiseölen beschäftigt, stolpert früher oder später über einen Begriff: Polyphenole.
Polyphenole gehören zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Das sind natürliche Verbindungen, die Pflanzen bilden – zum Beispiel zum Schutz vor UV-Strahlung oder Schädlingen. Für uns Menschen haben sie einen angenehmen Nebeneffekt: Sie können unsere Gesundheit unterstützen.
Man findet Polyphenole in vielen pflanzlichen Lebensmitteln – besonders reichlich in:
- Beeren & Nüssen,
- Vollkornprodukten
- und: Olivenöl.
Polyphenole gelten als echte Multitalente. Ihnen werden vor allem zwei wichtige Eigenschaften zugeschrieben:
- Antioxidativ: Sie helfen dabei, freie Radikale im Körper zu neutralisieren.
- Entzündungshemmend: Sie können entzündliche Prozesse positiv beeinflussen.
Woran erkennt man Polyphenole im Olivenöl?
Hier wird es besonders interessant – denn Polyphenole kann man tatsächlich schmecken. Beim Olivenöl zum Beispiel gilt eine einfache Faustregel: Je bitterer und schärfer das Öl, desto höher ist in der Regel sein Polyphenolgehalt.
Diese Bitterkeit ist kein Qualitätsmangel – im Gegenteil: Sie ist ein Zeichen für besonders viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Frischere Öle mit höherem Polyphenolgehalt schmecken oft kräftiger, bitterer und schärfer. Mit zunehmender Lagerzeit bauen sich Polyphenole natürlich ab – das Öl wird milder, während die fruchtigen Aromen stärker in den Vordergrund treten
Aber: Polyphenole sind Naturprodukte – und damit nie exakt gleich. Ihr Gehalt hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Olivensorte
- Erntezeitpunkt
- Anbauregion
- Verarbeitung und Lagerung.