Mit Bio-Siegel gegen Gentechnik-Deregulierung
22. Dezember 2025
Die gute Nachricht: Bio bleibt Bio! Trotzdem beunruhigen uns die Nachrichten aus Brüssel. Dort wurde jetzt für die Deregulierung abgestimmtt.
Die gute Nachricht zuerst. Bio bleibt Bio! Überall dort, wo Bio draufsteht, ist auch in Zukunft garantiert keine Gentechnik drin. Versprochen!
Trotzdem müssen auch wir die aktuellen Nachrichten aus Brüssel erst einmal verdauen: Der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten (AStV) hat Mitte Dezember der Deregulierung neuer Gentechniken (NGT) zugestimmt. Die bisherige Praxis, dass gentechnisch veränderte Produkte extra gekennzeichnet werden müssen, würde damit wegfallen. Und nicht nur das. Künftig könnten gentechnisch veränderte Pflanzen auch ohne ausreichende Risikoprüfung in Umlauf kommen. Außerdem ist zu befürchten, dass Konzerne mit Gentechnik-Patenten noch mehr Kontrolle über Saatgut und Ernährung erhalten könnten.
Befürworter der Deregulierung sprechen von einem großen Schritt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und für eine nachhaltigere und klimaresilienteren Landwirtschaft.
Zahlreiche Politiker, Verbände, Verbraucherzentralen und auch Bio-Unternehmen wie BIO PLANÈTE – die sich schon in den vergangenen Monaten und Jahren mit Petitionen, Aktionen und Offenen Briefen für eine Deregulierung stark gemacht haben – kämpfen allerdings weiter gegen eine Deregulierung. Weil uns Verbrauchern damit die Wahlfreiheit genommen würde und weil die Risiken für die gesamte Lebensmittelbranche aktuell gar nicht kalkulierbar sind.
Wir setzen unsere Hoffnungen nun auf das EU-Parlament, das Anfang 2026 über den Gesetzesvorschlag abstimmen wird. Und wir bitten Sie, uns dabei zu unterstützen: Sprechen Sie über das Thema und unterzeichnen Sie die Petition »Kennzeichnung und Regulierung aller Gentechnik-Pflanzen erhalten!«
Hinweis: Visualisierung erstellt mit KI.
22. Dezember 2025
Gesellschaft
Engagement, Bio-Siegel, Landwirtschaft