Ernährungs-Heldin mit Haltung
Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung nominiert Judith Faller-Moog für die internationale Auszeichnung »100 FAO-Heldinnen«.
Wer die Zukunft der Ernährung gestalten will, braucht Menschen mit Visionen, Werten und dem Willen, Verantwortung zu übernehmen. Judith Faller-Moog, Gründerin der ersten Bio-Ölmühle Europas, ist eine solche Persönlichkeit. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat sie jetzt für die internationale Initiative »100 FAO-Heldinnen in Agrar- und Ernährungssystemen sowie in der ländlichen Entwicklung« nominiert, die von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ins Leben gerufen wurde.
Die Auszeichnung würdigt Frauen weltweit, die mit Innovationskraft, Unternehmergeist und gesellschaftlichem Engagement die Agrar- und Ernährungssysteme weiterentwickeln. Judith Faller-Moog wurde in der Kategorie »Unternehmerin« vorgeschlagen, sie ist eine von insgesamt acht nominierten Frauen aus Deutschland.
Anerkennung für jahrzehntelanges Engagement.
»Mit herausragendem Einsatz engagieren Sie sich […] für transparente Herkunft der Rohstoffe und faire Lieferbeziehungen zu Landwirtinnen und Landwirten«, begründet die Parlemantarische Staatssekretärin Martina Englhardt-Kopf die Entscheidung, »damit möchten Herr Bundesminister Rainer und ich unseren Dank und unsere Anerkennung für Ihr tatkräftiges Engagement zum Wohle der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft zum Ausdruck bringen.«
»Diese Nominierung ist eine große Ehre. Für mich persönlich und mein gesamtes Team«, sagt Judith Faller-Moog. Das Leitmotiv der deutsch-französischen Ölmühle mit der Marke BIO PLANÈTE heißt #essenverändertdiewelt. »Weil wir alle mit jedem Essen, mit jedem Einkauf den Zustand unseres Planeten und damit unsere Zukunft positiv mitgestalten können.« Diese Überzeugung treibt sie an.
Bio-Pionierin, Unternehmerin und Visionärin.
Judith Faller-Moog hat in Deutschland, Frankreich und Ruanda ihre Schulausbildung und das Studium der Ernährungswissenschaften absolviert. Mit nur 21 Jahren übernimmt sie das väterliche Bio-Unternehmen in Südfrankreich, richtet es strategisch neu aus und baut es zur ersten Bio-Ölmühle Europas aus – angetrieben von der Vision, als Herstellerin von ökologischen Premium-Ölen und mit ethischen Grundsätzen einen positiven Beitrag für die Welt zu leisten.
Seit der Gründung ist die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von einer Handvoll auf 160 gestiegen. Sie stellen an den beiden Standorten in Bram, Frankreich und Klappendorf, Deutschland mehr als 70 verschiedene kalt gepresste Bio-Öle unter der Marke BIO PLANÈTE her.
Am deutschen Standort leitet Judith Faller-Moog zudem das Biohofgut Klappendorf, das auf zirka 400 Hektar u.a. Sonnenblumen, Raps und Kartoffeln anbaut.
Von Beginn an sind rein ökologische Wertschöpfungsketten und faire Partnerschaften die Basis für Judith Faller-Moogs Unternehmertum. Zudem liegt der Fokus der 58-Jährigen auf Produkt-Innovationen und der Entwicklung moderner Verfahren, um als unabhängiger Marken-Hersteller zukunfts- und wettbewerbsfähig zu bleiben.
»Ich bin überzeugt, dass es wichtig ist, im Einklang mit den eigenen Werten zu wachsen. Denn als Unternehmerin zu arbeiten, bedeutet für mich, einer Vision zu folgen und dementsprechend Entscheidungen zu treffen. Meine Vision heißt #essenverändertdiewelt.«
Initiative im Jahr der Bäuerin.
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerin erklärt, um das Bewusstsein für die Rolle der Frauen in Agrar- und Ernährungssystemen und die damit verbundenen Herausforderungen zu stärken. Daran knüpft die Initiative der FAO an. Die Welternährungsorganisation hat die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen, Vorschläge für Agrar- und Ernährungs-Heldinnen einzureichen. Die Preisträgerinnen werden im Oktober 2026 auf dem World Food Forum in Rom geehrt.