Faktencheck: 5 Dinge, die Sie über Kokosöl wissen sollten
Kokosöl polarisiert. Ist es gesund? Eignet es sich zum Braten? Und wie nachhaltig ist sein Anbau? Wir räumen mit den häufigsten Mythen auf und zeigen, was wirklich dahintersteckt.
1. Kokosöl oder Kokosfett – gibt es überhaupt einen Unterschied?
Eigentlich nicht. Beide Begriffe bezeichnen oftmals dasselbe Produkt. Der Unterschied wird meist an der Temperatur festgemacht: Unter etwa 24 °C wird Kokosöl fest und wird deshalb oft auch als Kokosfett bezeichnet.
Wir bei BIO PLANÈTE unterscheiden die Begriffe je nach Verarbeitung: Unser natives Bio-Kokosöl wird schonend kaltgepresst und begeistert mit seinem natürlichen Kokosaroma. Das milde Kokosfett wird zusätzlich schonend desodoriert, ist geschmacksneutral und ideal zum Braten, Backen oder Frittieren.
2. Ist Kokosöl ungesund?
Diese Aussage hält einem Faktencheck nicht stand. Kokosöl enthält von Natur aus viele mittelkettige Fettsäuren (MCT), insbesondere Laurinsäure. Diese werden vom Körper schnell verstoffwechselt und dienen als rasche Energiequelle. Studien untersuchen zudem mögliche positive Eigenschaften, etwa im Zusammenhang mit dem Energiestoffwechsel oder den antimikrobiellen Eigenschaften der Laurinsäure.
Kokosöl enthält zudem keine Transfettsäuren. Diese entstehen vor allem durch die industrielle Teilhärtung von Pflanzenölen oder bei sehr starker Erhitzung bestimmter Öle. Unsere Kokosöle sind davon nicht betroffen.
Auch der häufig geäußerte Vorwurf, Kokosöl schade grundsätzlich dem Herz-Kreislauf-System, lässt sich so pauschal nicht bestätigen. Zwar enthält Kokosöl viele gesättigte Fettsäuren, aktuelle Studien betrachten deren Wirkung jedoch differenzierter als noch vor einigen Jahren. Entscheidend bleibt – wie bei allen Fetten – eine bewusste und ausgewogene Ernährung.
3. Kann man Kokosöl zum Braten verwenden?
Ja – dafür eignet es sich sogar besonders gut.
Unser Kokosöl besitzt wie auch das Kokosfett einen Rauchpunkt von rund 190 °C und gehört damit zu den hitzestabilen Speisefetten. Diese Temperatur reicht für nahezu alle Anwendungen in der Küche – vom scharfen Anbraten bis zum Backen.
4. Ist Kokosöl länger haltbar als das Mindesthaltbarkeitsdatum?
In vielen Fällen: Ja. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bedeutet nicht, dass ein Lebensmittel ab diesem Tag automatisch verdorben ist. Es gibt lediglich an, bis wann der Hersteller die volle Qualität garantiert. Dank seiner natürlichen Fettsäurezusammensetzung und des Vakuumverschlusses ist Kokosöl häufig deutlich länger genießbar.
Deshalb trägt BIO PLANÈTE das Label »OFT LÄNGER GUT« der Initiative Too Good To Go. Es erinnert daran, Lebensmittel nicht vorschnell wegzuwerfen.
Unser Tipp: Vertrauen Sie Ihren Sinnen.
Schauen: Sieht das Öl normal aus?
Riechen: Riecht es frisch und unauffällig?
Schmecken: Schmeckt es wie gewohnt?
Wenn alle drei Fragen mit Ja beantwortet werden können, ist das Produkt häufig auch nach dem Ablauf des MHD genießbar – und Sie helfen dabei, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
5. Ist Kokosöl schlecht für die Umwelt?
Diese Frage kann man nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Ungeachtet der unvermeidbaren langen Lieferwege – unsere Kokosöle kommen von den Philippinen – entsteht nicht jedes Kokosöl unter denselben Bedingungen.
Für BIO PLANÈTE stammen die Kokosnüsse nicht aus industriellen Monokulturen, sondern von kleinen, familiär geführten Bio-Betrieben. Mehrere hundert Kleinbauern bauen traditionelle Kokospalmen in Mischkulturen ganz ohne chemische Pestizide an.
Zwischen den Palmen wachsen häufig Obstbäume oder Gemüse für den Eigenbedarf, wodurch die Flächen vielfältig genutzt werden.
Auch die Kokosnuss selbst wird nahezu vollständig verwertet: Die Fasern beispielsweise werden für die Herstellung von Seilen genutzt.
Darüber hinaus arbeitet BIO PLANÈTE kontinuierlich daran, den ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren. Neue, leichtere Gläser mit einem höheren Anteil an Altglas sparen jährlich mehr als 50 Tonnen Glas ein. PVC- und weichmacherfreie BlueSeal-Deckel tragen zusätzlich zu einer nachhaltigeren Verpackung bei.
Fazit: Je nach Verwendungszweck haben verschiedene Pflanzenöle verschiedene Stärken. Wer besonderen Wert auf kurze Transportwege und ungesättigte Fettsäuren legt, findet in heimischen Speiseölen eine gute Wahl. Kokosöl überzeugt dagegen mit seinem exotischen Aroma, seiner Vielseitigkeit und seiner natürlichen Hitzestabilität.