Gesunde Ernährung für Kinder: So gelingt ein ausgewogenes Frühstück, das Kindern schmeckt
18. August 2025
Gesunde Kinderernährung muss nicht kompliziert sein: Schon beim Frühstück können Eltern viel für eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder tun.
Ernährungsberaterin und Mama, Seline Vogel, zeigt einfache Tipps, wie Kinder gesund essen – und das Frühstück trotzdem lecker bleibt.
Was ist ein gesundes Frühstück überhaupt?
Eine Sache, die sicherlich alle Eltern für ihre Kinder wollen: Dass sie gesund sind. Deshalb geben wir uns ja solche Mühe unsere Kinder gesund zu ernähren. Das Immunsystem und der Darm sind dabei ganz eng miteinander verknüpft. Das ist zwar nichts neues,
aber wer weiß schon, wie er dieses Wissen konkret nutzen kann, damit die eigenen Kinder ein richtig gut funktionierendes Immunsystem haben?
Studien zeigen, dass mindestens 30 verschiedene Ballaststoffquellen pro Woche die beste Möglichkeit sind, um eine vielfältige und damit gesunde Darmflora zu fördern. Ballaststoffe findest du in Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Saaten, Obst und Gemüse. Je bunter die Auswahl, desto besser: Unterschiedliche Ballaststoffe ernähren unterschiedliche Darmbewohner, wodurch mehr Arten gedeihen können – und eine vielfältige Darmflora stärkt die Gesundheit.
Warum ist das so? Unsere Darmflora besteht aus zahlreichen Mikrobenarten, die Ballaststoffe als Nahrung brauchen. Dabei hat jede ihre eigenen Vorlieben: Manche mögen Brokkoli und Zwiebeln, andere lieber Paprika und Apfel.
Was gehört zu einem gesunden Frühstück dazu?
Mit diesem Wissen können wir unseren Kinder jetzt ein gesundes Frühstück zusammenstellen. Mit möglichst verschiedenen Ballaststoffquellen und einer Kombination aus komplexen Kohlenhydraten, Proteinen und gesunden Fetten, ergänzt durch reichlich frisches Obst oder Gemüse. Kohlenhydrate geben dem Kind Energie für den Vormittag, während Proteine und gesunde Fette lange satt machen. So kann sich das Kind besser konzentrieren.
Das kann ganz praktisch ein Vollkorndinkelbrot mit Rührei, Walnüsse, Banane & Himbeeren sein. Das wären 4 verschiedene Ballaststoffquellen. Oder am nächsten Tag eine Schüssel Haferbrei mit Quark, gehackten Mandeln, einem Schuss Leinöl und Pfirsich, Apfel und Blaubeeren. Das wären 5 verschiedene Ballaststoffquellen und damit schon 9 von 30 Ballaststoffquellen für die Woche. Und das nur mit zwei Mahlzeiten.
Picky Eater: »Hilfe, mein Kind isst nur noch Nudeln mit Tomatensauce!« - wie reagiert man darauf richtig?
Aber egal wie sehr man sich als Eltern Mühe gibt, manchmal ist es dann doch so weit und das Kind lehnt zum Beispiel jegliches Gemüse ab. Dann sollte man erst einmal tief durchatmen und wissen, dass man nichts falsch gemacht hat, sondern dies eine ganz normale Phase bei Kindern ist.
Was man jetzt tun kann: Immer wieder anbieten. Denn offenere und neugierigere Phasen kommen immer mal wieder bei Kindern und dann hat man die Gelegenheit dem Kind wieder ein weiteres Lebensmittel schmackhaft zu machen.
Einige Tipps, die das Kind zum Probieren und Essen anregen können:
• Stellen Sie rohes Obst oder Gemüse, ein Messer und Schneidebrett bereit und lassen Sie Ihr Kinder selber schnipseln. Das macht Spaß und die Kinder probieren automatisch dabei.
• Schwärmen Sie Ihrem Kind vor, wie lecker etwas ist. Manchmal wird die Neugierde dabei geweckt.
• Spielerisch probieren: »Wollen wir zählen wie viele Cherry-Tomaten das sind? Und wie viele sind es, wenn du eine isst?«
• Bevor das, was es sonst zum Frühstück gibt, auf dem Tisch steht, stellen Sie schon einige andere Sachen bereit wie Pinienkerne, Nüsse oder eine Banane. Nach dem Motto: »Schon eine Kleinigkeit bis das Essen fertig ist.«
Viele Kinder werden dann einfach schon gesund lossnacken.
3 Tipps, wie Sie Ihrem Kind eine gesunde und leckere Brotbox packen, die auch wirklich gegessen wird, finden Sie jetzt in unserem Instagram-Post! Hier geht’s direkt zum Reel.
18. August 2025
Wohlbefinden