Letzte Chance: Wahlfreiheit und Saatgut schützen
In den kommenden Wochen steht im Europäisches Parlament die finale Abstimmung über ein neues Gentechnikgesetz an. Was technisch klingt, betrifft uns alle ganz konkret: unsere Lebensmittel, unsere Landwirtschaft – und unsere Wahlfreiheit.
In den kommenden Wochen (der genaue Termin steht noch nicht fest) steht im Europäisches Parlament die finale Abstimmung über ein neues Gentechnikgesetz an. Was technisch klingt, betrifft uns alle ganz konkret: unsere Lebensmittel, unsere Landwirtschaft – und unsere Wahlfreiheit.
Gemeinsam mit der Zukunftsstiftung Landwirtschaft setzen wir uns dafür ein, dass die geplante Deregulierung der Gentechnik verhindert wird. Jetzt ist der Moment, aktiv zu werden.
Was steht auf dem Spiel?
Bisher galten in der EU klare Regeln: Gentechnisch veränderte Organismen mussten auf Risiken geprüft werden, gekennzeichnet sein, rückverfolgbar bleiben.
Doch nun sollen Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren – etwa mithilfe der Genschere Crisp/Cas – künftig ohne Kennzeichnung, ohne Rückverfolgbarkeit und ohne verpflichtende Risikoprüfung auf den Markt kommen. Damit würde ein zentrales Prinzip verloren gehen: die Wahlfreiheit.
Bio-Leindotter – eine betroffene Pflanze
Der Anbau und die Verarbeitung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln sind für uns Bio-Unternehmen ein absolutes NoGo. Seit vielen Jahren arbeiten wir u.a. deshalb eng mit der Zukunftsstiftung Landwirtschaft zusammen, um ökologisches Saatgut zu erhalten. Ein gemeinsames Herzensprojekt ist die Forschung rund um Leindotter.
Auf dem Dottenfelderhof erforschen wir gemeinsam mit Projektleiter Dr. Carl Vollenweider, wie sich Leindotter unter unterschiedlichen Anbaubedingungen verhält, wie er sich im Mischanbau bewährt, und wie wir langfristig genetische Ressourcen sichern können. Im Zentrum steht dabei der Erhalt und die Weiterentwicklung von Bio-Saatgut – unabhängig, vielfältig und zukunftsfähig.
Warum das gerade jetzt wichtiger denn je ist? In den USA laufen bereits zahlreiche gentechnische Versuche mit Leindotter, denn die Pflanze gilt als besonders geeignet für die Herstellung von Bio-Diesel. Wo wirtschaftliche Interessen dominieren, geraten freie Züchtung, Saatgutvielfalt und Transparenz schnell unter Druck. Und wenn neue gentechnische Verfahren künftig nicht mehr gekennzeichnet werden müssen, wird es für ökologische Züchtungsarbeit und den Bio-Anbau insgesamt schwer, gentechnikfrei zu bleiben.
Save our Seeds – Jetzt E-Mail an EU-Abgeordnete senden
Mit der Kampagne Save our Seeds unterstützen wir den Aufruf: Letzte Chance – Deregulierung der Gentechnik verhindern!
Senden Sie E-Mails an die EU-Abgeordneten und fordern Sie mit uns:
• Ablehnung des aktuellen Gesetzesvorschlags.
• Erhalt von Kennzeichnungspflicht.
• Sicherstellung von Rückverfolgbarkeit.
• Verpflichtende Risikoprüfung auch für neue Gentechnik-Verfahren.
Politische Entscheidungen entstehen nicht im luftleeren Raum. Wenn viele Bürgerinnen und Bürger ihre Haltung klar kommunizieren, hat das Wirkung.
Jetzt aktiv werden Unterstützen Sie die Kampagne »Save our Seeds« und senden Sie eine E-Mail an Ihre EU-Abgeordneten.